Furz und sein warmes Geheimnis

Es war einmal ein kleiner Junge namens Furz. Furz war ein ganz normaler Junge, aber er hatte ein ganz besonderes Geheimnis. Wenn er sich konzentrierte, konnte er in seinen Händen ein kleines, warmes Feuer zaubern. An einem kühlen Morgen wachte Furz in seinem Bett auf und fröstelte ein wenig. Er rieb seine Hände aneinander, schloss die Augen und dachte an etwas ganz Warmes, wie die Sommersonne.
Sofort spürte er ein Kribbeln in seinen Handflächen, und ein sanftes, orangefarbenes Licht erschien. Er hielt seine leuchtenden Hände unter die Decke, um seine kalten Füße zu wärmen. Es war so gemütlich, dass er am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben wäre. Aber der Duft von frischem Toast lockte ihn aus dem Zimmer und die Treppe hinunter in die Küche.
"Guten Morgen, mein Schatz", sagte seine Mama und gab ihm einen Kuss. Sein Toast lag schon auf dem Teller, aber die Butter wollte einfach nicht schmelzen, weil er schon etwas kalt war. Als Mama sich kurz umdrehte, um den Saft zu holen, hielt Furz heimlich seine Fingerspitze über den Toast. Eine winzige Flamme zuckte hervor und ließ die Butter sofort herrlich zerlaufen.
Nach dem Frühstück spielte Furz im Garten. Er sammelte ein paar feuchte Zweige und baute ein winziges Lagerfeuer für seine Spielzeugritter. Mit seiner besonderen Fähigkeit zündete er die Zweige an, und schon hatten seine Ritter ein gemütliches Feuer, um sich zu wärmen. Er achtete sehr darauf, dass das Feuer ganz klein und sicher blieb.
Plötzlich landete ein kleiner Marienkäfer auf einem nassen Blatt neben dem Feuer. Furz machte sich Sorgen, dass dem kleinen Käfer kalt sein könnte. Vorsichtig hielt er seine warme Hand in die Nähe des Blattes, ohne es zu berühren. Die sanfte Wärme trocknete das Blatt, und der Marienkäfer konnte seine Flügel ausbreiten und davonfliegen.
Zum Mittagessen gab es leckere Gemüsesuppe, die sein Papa gekocht hatte. Aber dieses Mal war die Suppe viel zu heiß! Furz merkte, dass seine Zauberkraft ihm hier nicht helfen konnte, denn er konnte die Suppe nicht kälter machen. Also pustete er geduldig auf seinen Löffel, genau wie Papa es ihm zeigte, bis die Suppe genau richtig war.
Am Nachmittag bastelte Furz mit seiner Mama. Er malte ein wunderschönes Bild mit Wachsmalstiften, als plötzlich sein Lieblingsstift, der rote, zerbrach. Aber Furz hatte eine Idee. Ganz vorsichtig erwärmte er die beiden Bruchstellen mit seinen Fingerspitzen, bis das Wachs ein wenig weich wurde, und drückte sie wieder zusammen. Der Stift war wieder ganz!
Als es Abend wurde und Zeit war, ins Bett zu gehen, kuschelte sich Furz unter seine Decke. Sein Papa las ihm noch eine Geschichte vor und gab ihm einen Gute-Nacht-Kuss. Als das Licht aus war, wurde es ganz dunkel im Zimmer. Aber Furz hatte keine Angst, denn er hatte ja sein eigenes kleines Nachtlicht. Er formte seine Hände unter der Decke zu einer kleinen Höhle und zauberte ein sanftes, warmes Leuchten hinein, das ihn sicher und geborgen in den Schlaf wiegte.